Vom Scherbengericht bis zum Atomausstieg – Eine Podiumsdiskussion mit Landtagspräsident Rößler

Freitag, 18.11.2011, 13.30 Uhr. Eine Menge Schüler aller Altersklassen drängen sich im Gang vor Zimmer 313 des G.-E.-Lessing-Gymnasium Kamenz. Warum? Schon zum zweiten Mal kommt ein bekannter Politiker ins Kamenzer Gymnasium. Nach dem Besuch Georg Milbradts (ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen) im Frühjahr besuchte der Landtagspräsident von Sachsen, Matthias Rößler, unser Gymnasium, um mit den Schülern über politisch aktuelle Themen zu diskutieren.

Bevor allerdings die Diskussion beginnt, gibt es eine „kurze“ Einleitung vom Minister. Angefangen bei seiner persönlichen Lebensgeschichte, zum Scherbengericht im alten Griechenland und schließlich wieder in die heutige Zeit. „Wenn man etwas verändern möchte, lässt man sich wählen.“, fordert er die Schüler auf, sich zu engagieren. Jetzt als Klassensprecher und später z.B. im Gemeinderat. Man solle von unten anfangen, wenn nicht gerade Revolutionszeiten sind, sagt er. Er selbst war Sprecher beim Demokratischen Aufbruch, in der friedlichen Revolution 1989/90. „Wer bei historischen Veränderungen an der Front steht, kommt dann auch ganz schnell in ein neues Leben.“, sagt er. Dies ist ihm gelungen, denn seitdem war er Kultusminister, Minister für Wissenschaft und Kunst und auch in der Finanzpolitik tätig. Seit 2009 ist er Landtagspräsident von Sachsen.

Durch diese vielen Ämter, die er schon inne hatte, ergibt sich auch gleich die erste Frage: Ob das wechseln der Ministerien auch mit den behandelnden Themengebieten vereinbarbar ist. Herr Rößler antwortet dazu mit ja, ist es. Was soll er auch anderes sagen, er hat es ja selbst gemacht. Seiner Meinung nach muss ein Politiker ja kaum fachliche Entscheidungen treffen, sondern eher politische Grundsatzentscheidungen. Die optimal-Bedingungen wären natürlich, wenn ein Politiker fest im politischen Bereich verwurzelt wäre und dazu noch genügend Fachkompetenz hätte, aber die Vernetzung der Fachleute im politischen fehle einfach, Rößlers Meinung nach.

Danach ging es auch gleich zu einer „sehr schweren Frage“: „Wie funktioniert der Euro-Rettungsschirm?“, wollte ein Schüler der fünften Klasse wissen. Die darauf folgende, sehr ausführliche Erklärung, mit der Ergänzung, dass man noch überhaupt nicht wisse, ob er überhaupt funktioniert wurde sofort wieder in Frage gestellt, denn schließlich entstehen durch so einen Rettungsschirm auch für andere Länder immer mehr Schulden. Herr Rößler bestätigt diese Aussage und sagt dann, wenn Griechenland die Auflagen, die es erhalten hat nicht einhält, muss es aus der Euro-Zone ausgeschlossen werden. Eine Schülerin der zehnten Klasse kann es nicht verstehen, dass bei der Finanzkrise 2008 versprochen wurde, extreme Maßnahmen zu ergreifen, aber kaum etwas dergleichen passiert ist. Sie stellt die Glaubwürdigkeit der Politik und auch der Wirtschaftsordnung damit in Frage und fragt Herrn Rößler, wie er dazu steht. Dieser schiebt die Schuld schlicht den Banken zu. Dadurch, dass die Wirtschaft, besonders in Großbritannien, größtenteils auf risikoreichen Transaktionsgeschäften basiert, möchten die Banken natürlich auch keine Transaktionssteuer, denn die würde die Gewinne deutlich einschränken. „Diese Regulierungen, die man 2008 vorgehabt  hat, sind am Widerstand der Banken gescheitert.“, begründet Rößler die fehlenden Maßnahmen.

Aber auch das sogenannte „Todes-Trio“ aus Zwickau beschäftigt die Schüler und die damit verbundene Frage nach einem NPD-Verbot. Aber auch dies ist schwerer, als es aussieht, denn laut Rößler sind die meisten Leute an den Parteispitzen der NPD sogenannte V-Männer, die für den Verfassungsschutz arbeiten und man nichts verbieten kann, was die eigenen Leute gesagt hätten. Auch hätte sich in der Terrorzelle aus Zwickau kein Spitzel befunden, der zur früheren Aufklärung hätte beitragen können. Allerdings bestätigt er, dass die Geheimdienstarbeit deutlich effektiver werden muss, um so etwas, wie dort passiert ist, vorzubeugen.

Das vierte große, von den Schülern angesprochene Thema war der Atomausstieg. Er betont, dass der Steuerzahler diesen Ausstieg nicht bezahlt, sondern man ihn auf der Stromrechnung eher bemerken würde, denn alternative Energien wären deutlich teurer als Atomstrom. Auf die Endlager kommt Rößler erst auf Nachfrage eines Schülers zu sprechen. Wie man die Strahlenrückstände am besten loswird weiß er nicht. Die Methode, die er präsentiert: man ist auf der Suche nach neuen „geeigneten geologischen Formationen“  um das Zeug für die nächsten 10 000 Jahre einzulagern. Was dann passiert, darauf kommt er nicht zu sprechen.

Jedoch hat man als Schüler doch eine ganze Menge über Politik und das aktuelle Geschehen erfahren und konnte sich neue Meinungen anhören. Als Abschluss von Herrn Rößlers Besuch an unserem Gymnasium wurde die erst am 9. November in einem Projekt errichtete Mauer umgeworfen durch einige Schüler und damit ist auch im Foyer des Lessing-Gymnasiums die Mauer gefallen.

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Maxi Unger

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Don’t worry, be hippi!

Don’t worry, be hippi!

Am 11.11.2011 ließen es sich unsere 11er auch dieses Jahr nicht nehmen, wieder ein Programm auf die Beine zu stellen. Heute lautete das Motto Hippizeit. Nach mindestens fünf fehlgeschlagenen Versuchen, eine Durchsage zu machen wurden alle Schüler angewiesen, in ihren Zimmern zu bleiben. Ausgestattet mit Blümchenhosen mit Schlag und einer Menge Bonbons und Schminke besuchten sie zuerst die Schüler in ihren Klassenzimmern, um mit ihnen Dinge wie “Stuhltanz extrem” etc. zu spielen. Danach ging es auf den Hof, wo unter anderem die Lehrer ihre Teamfähigkeit beweisen mussten und das Schönste Kostüm gekürt wurde und sich danach alle in einer Polonaise und diversen Tanzeinlagen zum Affen machten. Alles in allem eine außergewöhnliche und ziemlich lustige 5. Stunde.

Maxi Unger und Janne Dietz

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Der 9. November am Kamenzer Gymnasium

Der 9. November am Kamenzer Gymnasium

Der 9. November war definitiv schon immer ein besonderer Tag in der deutschen Geschichte. Zum Beispiel  1918 die Novemberrevolution, 1938 die Kristallnacht und 1989 der Mauerfall. Letzteres ist gerade einmal 22 Jahre her und unsere eigenen Eltern waren dabei, als damals die Grenze in Berlin geöffnet wurde und man das erste Mal, einfach so, in den Westen konnte. Anlässlich dieses „Schicksalstages der Deutschen“  fand am Mittwoch, dem 9. November 2011, ein bundesweiter Projekttag statt, an welchem sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b des G.-E.-Lessing-Gymnasiums in Kamenz beteiligten.

Sichtlich motiviert widmete man sich am frühen Morgen der Internet-Recherche zu verschiedenen Themen, um möglichst viele Informationen, z.B. über die Mauer, Reaktionen von Ost- und Westberlinern zum Bau und zur Öffnung der Mauer und zu „berühmten Äußerungen“ von Politikern aus Ost und West zur Mauer, zu sammeln. Die anfangs eher  langweilig klingende Arbeit entpuppte sich schnell als „ganz interessant“  und regte auch viele zum Nachdenken über das damalige Geschehene an. Paulina (14) erinnert sich dabei an einen Besuch in Berlin: „Ich kann es mir kaum vorstellen, wie es sein muss, so eingesperrt zu sein. Es ist ziemlich unglaublich und interessant, aber auch irgendwie unheimlich.“, meint sie.

Als man sich schließlich ausreichend über verschiedene Themen ausreichend informiert hatte, sah man gemeinsam die Dokumentation „1989: Chronologie der Friedlichen Revolution“ an. Darin waren die Ereignisse von 1989 noch einmal dargestellt und wurden durch viele Zeitzeugen wie z.B. Hans Modrow und Günter Schabowski, zusammen gefasst.

Danach hieß es selbst aktiv werden, egal ob beim Nachgestalten der Mauer und der Herstellung eines Graffitis, dem Herstellen von Transparenten oder dem Bau eines Modells der Grenzanlagen. Unter den Fahrradständern der Schule wurden riesige Bettlaken ausgebreitet und eifrig mit Original-Losungen wie „Bananen statt Kürbisse“, oder „Partei Der Schuldigen“ beschriftet. Auch heute sind sich die Schüler und Schülerinnen einig, dass es das Beste ist, ohne Gewalt zu demonstrieren. Allerdings „würde man wohl noch ein Megafon mitnehmen“, sagen Franziska und Kathleen (beide 15). Bei der Herstellung der Grenzanlagen-Modelle wird schon eine Menge mehr Material benötigt, als für die Transparente. So stürzen sich diejenigen, die für dieses Projekt verantwortlich waren, auch voll ausgerüstet mit Gips, Bauschaum, Säge und Holzplatten auf die Arbeit. Aus Blumenbindedraht wurde plötzlich Stacheldraht und auch Katzenstreu bekommt eine ganz neue Bedeutung. Kim (14) freut sich über die gute Zusammenarbeit in der Gruppe und glaubt, dass es damals bei den Demonstrationen ähnlich gewesen ist, denn schließlich hatte man die gleichen Interessen und Ziele. „Niemand hatte vor, hier eine Mauer zu bauen.“, bemerkt Stefan, in Anspielung auf ein Zitat von Walter Ulbricht, während der Arbeit zum Scherz. Damit hat er Recht. Es wird tatsächlich nicht nur eine Mauer gebaut. Zählt man die Werke der beiden Modell-Gruppen zusammen, ist man schon bei zwei. Ein weiteres, fast „lebensgroßes“ Modell entstand auf dem Schulhof aus riesigen Pappkartons. Schon beim Aufbau wurde der Mauerfall zahlreich geprobt, was natürlich nicht das eigentliche Anliegen war. Aufgabe war es, die Mauer mal von der Westseite zu betrachten. Dazu sollten die Mitglieder der Gruppe ein Original-Graffiti, was sich auch auf der echten Mauer befand, auf ihre eigene Mauer übertragen, was eine Menge Spaß machte. So entstand ein eigenes „Mauermonster“ und mit einer detailgetreuen Abbildung des geliebten Trabis.

Alle Ergebnisse des Projektes können sich durchaus sehen lassen und stehen jetzt im Foyer des Gymnasiums. Aber nicht nur die entstandenen Werke können bestaunt werden. Über vieles, was sonst schnell in Vergessenheit gerät wurde man zum Nachdenken angeregt und hatte dabei eine ganze Menge Spaß.

Maxi Unger

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Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Berlin, Hauptstadt, 3,4 Millionen Einwohner. Und im Zeitraum vom 7.6 – 9.6.2011 das Zuhause von den
9. Klassen. Nur für 3 Klassen ging es nicht ins Zentrum der Stadt, sondern an den beschaulichen Müggelsee am Rande Berlins gemeinsam mit Frau Schreyer, Herrn Jehnichen, Herrn Lehmann und Frau Zeiler.

1. Tag: Abfahrt! Nach kleineren Verspätungen konnte die Fahrt starten. Ca. 3 Stunden lang fuhren die 2 Buse von Kamenz zur Hauptstadt. Nach einem Besuch im Reichstag, bei welchem ein Planspiel von Schülern zu sehen war, ging die Reise in ihren Endsport Richtung Ziel mit Zwischenstop am „Hamburger Bahnhof“, dem „jüdischen Museum“ oder dem „Deutschen Historischen Museum“ je nach Wahl. Danach war dem Ziel nichts mehr im Weg und wir erreichten den Müggelsee. Die Anlage war eher spartanisch gehalten, aber wirkte trotzdem einladent. Aufgeteilt in 7-Zimmer Bungalows, ging der Tag langsam zuende. Sofort weihten wir natürlich auch das Vollyballnetz am Strand ein. Im Anschluss folgte danach noch eine kleine Stärkung vom Grill.

2. Tag: Berlin! Nach einem Besuche der Museumsinsel, wo man z.B. das Ägyptische Museum mit der berühmten Büste der Königin Nofretete bestaunen konnte, machten wir uns zur Stadtrundfahrt auf. 2 Stunden ging es quer durch Berlin, an der Mauer entlang, an bekannten und zum Teil skurrilen Gebäuden vorbei bis zum Theater, in dem die „Blueman Group“ spielte. Jedoch hatten wir alle davor noch etwas Zeit um uns, mit beispielsweise shoppen, die Zeit zu vertreiben. Gegen um 9 Uhr Abends traten wir dann den Weg nach hause an, jedoch leider nicht alle im gesunden Zustand. Allerdings wurde die Laune der anderen nicht besonders getrübt und eine partyreiche Nacht begann.

3. Tag: Abfahrt! Die Tage waren schnell vorbei und jetzt hieß es Koffer packen und ab heim. Mit kleinem Zwischenaufenthalt in dem prachtvollen Schloss „Sanssouci“ und einer Stärkung im langsam heimisch werdenden McDonalds Lokal, erreichten wir den heimischen Boden ohne große Umstände.

Alles in allem war es eine tolle Reise und ich kann wohl im Namen vieler sprechen, wenn ich sage: „Berlin- einfach unvergesslich!“

Anna Lauke

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Leonies Meckerecke – Antifa

Leonies Meckerecke – Antifa

Heute aber mal teilweise schulunabhängig mit dem Thema Antifa.
Antifa (Antifaschistische Organisation) ist eine in Gesamtdeutschland vertretene Organisation, die heute als NeugrÜlldung der ersten Form der Antifabewegung der 80er besteht. Das für mich bisher einzig erkennbare Ziel von Antifa, erschließt sich aus dem Namen und beinhaltet schlicht und einfach gegen den Faschismus zu sein. Dagegen ist nichts einzuwenden, denn faschistische Strukturen braucht und will, vielleicht bis auf wenige extreme Ausnahmen, keiner mehr. Problematisch wird die Antifa allerdings dann, wenn sie sich als Organisation allein nur dadurch trägt, als Gegenpol zu vermeintlichen Faschisten zu fungieren. Ergo wäre die Antifa ohne “Gegner” völlig entwurzelt, hätte weder eine Aufgabe noch irgendein Ziel. Momentan scheinen sich die Aktivitäten hier in der Gegend ja sowieso darauf zu beschränken, völlig niveaulos an jede freie Wand zu schmieren. Durch Kamenz, Hoyerswerda oder Dresden gehen kann man heute nicht mehr gehen, ohne irgendwo ein “A” in einem Kreis zu sehen und den völlig abgedroschenen Spruch “Antifa is watching you” zu lesen. Von mir aus kann und sollte sich jeder politisch engagieren, aber muss das immer darin enden, dass öffentliches oder privates Eigentum bewusst beschädigt wird, ohne Rücksicht auf die Stadt und das Stadtbild zu nehmen? Was würdet ihr denn sagen, wenn in euer Zimmer plötzlich ein Sprayer kommt und an die Wände schmiert. Was mir außerdem zu
denken gibt, ist, dass diese Antifaschistische Organisation eine Extremgruppe darstellt (!) und sich hier nicht wenige Leute finden, die sich frei nach dem Motto “Meine Freundin ist bei Antifa, da geh ich auch hin.” beteiligen. Aber bei Antifa geht es nicht um irgendeine Modeerscheinung sondern um Politik und wenn man dort “beitritt” sollte man auch wirklich dahinter stehen.

Leonie M. Richter

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Fünferfasching am Rosenmontag

Fünferfasching am Rosenmontag

Was würdet ihr tun, wenn euer Klassenlehrer, plötzlich mit der Idee hereinschneit, für vier fünfte Klassen eurer Schule eine Faschingsveranstaltung auszurichten? Schreiend wegzulaufen ist eine Variante. Nicht sehr würdevoll, aber effektiv. Wir, die Klasse 8a des Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasiums Kamenz haben uns für die weitaus würdevollere Variante entschieden: Wir haben die Herausforderung angenommen und versucht allen Fünftklässlern ein unvergessliches Faschingserlebnis zu bereiten.

Dieses Ereignis fand am Rosenmontag, dem 7. März an. Nach der sechsten Stunde feierten wir schließlich im Aufenthaltsraum der „Großen“ Fasching. Wir servierten leckere Salate, Würstchen, Sandwiches und Muffins, spielten coole Musik und veranstalteten lustige Spiele. Dabei durfte natürlich der Legendäre Stuhltanz nicht fehlen. Als Höhepunkt des ganzen kürten wir das schönste Kostüm. Bei all dem hatte mit Sicherheit jeder seinen Spaß, ob wir als Organisatoren, oder die Kleinen bei den Spielen.

Maxi Unger

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Fotos: Aileen Berndt

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„Natürlich schon wieder vom Lessing-Gymnasium Kamenz!“

„Natürlich schon wieder vom Lessing-Gymnasium Kamenz!“

Dies waren die Worte vom Landtagspräsidenten, Dr.Matthias Rößler, als er am Freitag, dem 17.Juni 2011, anlässlich einer Preisverleihung die Sieger/innen aufrief.

Was war geschehen? Fast 1.700 Schüler beteiligten sich am 20.Schülerwettbewerb des Sächsischen Landtages zur Förderung der politischen Bildung, 13 Arbeiten wurden in verschiedenen Kategorien als Erstpreisträger ausgezeichnet und drei (!) Sieger kamen aus unserer Schule. Mit einer Plastik beeindruckte Imke Husstedt, Schülerin der 10a, die Jury und die Gäste. Trang Nguyen reichte einen Trickfilm über Chancen und Gefahren verschiedener Netzwerke ein. Sie gewann ebenso einen ersten Preis wie auch Rahel Pötschke, die ein Plakat zum Thema Tätowierungen schuf.

Rahel Pötschke war es auch, die sich in einer sehr beeindruckenden Rede im Namen aller Preisträger bei ihren Lehrern und Eltern für die Unterstützung bedankte. Sie machte aber auch deutlich, dass die intensive Beschäftigung mit einem Thema auch persönlich vom Nutzen war. In ihrem Fall suchte sie nach Gründen, welche für und gegen ein Tatoo sprechen. Ihre Entscheidung wollen wir jedoch nicht verraten.

Alle Preisträger erhielten aus den Händen vom Landtagspräsidenten, Dr. Matthias Rößler, ihre Urkunden. Anschließend fuhren die Sieger/innen gleich mit dem Bus nach Brüssel, doch davon werden wir ein anderes Mal berichten.

Abschließend kann man nur feststellen: Natürlich kommen die Sieger wieder vom Lessing-Gymnasium Kamenz!“

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Jugend und Politik – Passt das zusammen? Ein Ex-Ministerpräsident stellt sich kritischen Fragen

Jugend und Politik – Passt das zusammen?

Ein Ex-Ministerpräsident stellt sich kritischen Fragen

Am letzten Freitag hatte das Lessing-Gymnasium Kamenz hohen Besuch. In Begleitung des Landtagsabgeordneten Herrn Mikwauschk kam der ehemalige Ministerpräsident Georg Milbradt, um mit den Schülern über die Mitwirkung der Jugend an demokratischen Prozessen zu sprechen.

Die Beteiligung an der Podiumsdiskussion war überwältigend. Nicht nur Marianne, Mitglied des Schülerrates, wollte hören, was der Altministerpräsident zu sagen hatte, sondern auch Maurice, der Redakteur der Schülerzeitung „Schulz“, Hanna als Verantwortliche für „Genial Sozial“, unser Schülerrichter Philipp,  die Streitschlichter um Hannes, Nancy aus der 10a und viele andere interessierte Schüler und Lehrer. Dicht gedrängt verfolgten sie im Vortragsraum die Ausführungen der beiden Politiker.

Anlass für den Besuch war die erfolgreiche Teilnahme der Schüler der 10.Klassen am Wettbewerb des Landtages zur Politischen Bildung. Zunächst zeigte Trang Nguyen  ihren Beitrag, einen lustigen und trotzdem kritischen Trickfilm zur Medienkompetenz. Anschließend präsentierte Petra ihr selbst geschriebenes und komponiertes Friedenslied.

In der folgenden Diskussion beantwortete Herr Milbradt Fragen zu verschiedenen Themen. Es ging u.a. um sein Verhältnis zu Gerhard Schröder, die Plagiatsvorwürfe gegen Herrn zu Guttenberg und um sein Leben nach der aktiven Politik.  Gewürzt wurden die Ausführungen durch interessante Episoden zu den Ereignissen. Aber auch unterschiedliche Standpunkte wurden deutlich. So diskutierte er mit Katrin, die mehrere Fragen zu den jüngsten Polizeieinsätzen in Dresden hatte.

Am Ende verging die Zeit wie im Fluge. Vielleicht war diese Podiumsdiskussion der Auftakt zu ähnlichen Veranstaltungen. Das Interesse der Schüler spricht jedenfalls dafür.

Jugend und Politik, das passt zumindest am Lessing-Gymnasium in Kamenz sehr gut zusammen!

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Lessing-Gymnasium räumt die Preise ab

Lessing-Gymnasium räumt die Preise ab

Im Rahmen des Gemeinschaftskunde-Unterrichtes bei Herrn Stern und Herrn Krüger nahmen 82 (!) Schüler des Lessing-Gymnasiums Kamenz am „20.Schülerwettbewerbes zur Förderung der politischen Bildung“ teil. Bei diesem Wettbewerb zeigten Schüler aus ganz Sachsen, dass vom politischen Desinteresse der heutigen Jugend keine Rede sein kann. In Einzel- oder Gruppenarbeit konnte man aus zehn Bereichen sein spezielles Thema wählen, z.B.: „Die Zukunft Deutschlands – Wie sieht sie aus? Welche Chancen und Herausforderungen kommen auf uns zu?“ Die Ausarbeitungen erfolgten in Form einer schriftlichen Arbeit, eines Plakates oder eines Videos. Es wurden aber auch (Gesellschafts-) Spiele, Plastiken, Foto-Storys, Comics/Karikaturen und Hörspiele an den Sächsischen Landtag geschickt, wo eine Jury, bestehend aus Politikern, Lehrern, Studenten und Mitarbeitern des Besucherdienstes des Landtages, diese auswerteten und die besten Arbeiten mit Preisen auszeichneten.

Die Teilnehmen unserer Schule waren in diesem Jahr äußerst erfolgreich. Wir konnten uns über drei 1.Preise, zwölf 2. und neunundzwanzig 3.Preise freuen. Die drei 1.Preise gingen an die Zehntklässlerinnen Rahel Pötschke, Imke Husstedt und Trang Nguyen. Zweite bzw. dritte Plätze erreichten u.a. Petra Burzlaff mit einem selbstkomponierten Lied und Nancy Türke mit einer Plastik über das Thema Kinderarbeit. In der Mitte befindet sich ein Markenturnschuh, um diesen ist eine Kette von Kindern aus verschiedenen Ländern dargestellt, die diese Schuhe herstellen (müssen).

Die Schülerin der Klasse 10a erklärte uns zu ihrer Arbeit: „Ich wollte mit der Plastik meine Kritik an der weltweiten Kinderarbeit ausdrücken.“ Außerdem forderte die Gymnasiastin dazu auf, mehr Bewusstsein beim Kauf von teuren Markenklamotten zu entwickeln. „Man sollte sich informieren, von wo diese Sachen stammen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden.“ Die Arbeit selbst habe ihr viel Spaß gemacht, wenn auch die Recherche und die Prozess der Herstellung sehr aufwändig waren.

Die Ergebnisse der Arbeiten unserer Schüler zeigen, wie intensiv sich die Teilnehmer mit ihren Themen auseinander gesetzt haben. Zusammen fassend lässt sich feststellen, dass der Wettbewerb eine tolle Idee ist, um Schülern Politik näher zu bringen. Vielleicht heißt es ja auch beim nächsten Wettbewerb wieder: The winner is … ein Schüler des Lessing-Gymnasiums Kamenz.

Anne Gühmann und Sebastian Schuckelt, Klasse 10b

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Plötzlich Fee von Julie Kagawa

Plötzlich Fee -  Sommernacht von Julie Kagawa


Ganz ehrlich: wer in aller Welt kauft sich ein Buch mit dem Titel plötzlich Fee und einem wunderschönen rosa Einband. Ich eigentlich nicht und ich bin mir ziemlich sicher, das fast die Hälfte von denen, die das hier liest genauso denkt. Aber ich habe es doch getan, denn zufälligerweise habe ich eine Leseprobe in die Hände bekommen und war daraufhin so gespannt wie es weiterging, dass ich mir das Buch einfach mal bestellt habe.

Im Buch geht es um die 16 jährige Meghan  Chase, die an ihrem 16. Geburtstag plötzlich beginnt Dinge zu sehen, die nicht wirklich real sind. Klarer Fall von Psychiatrie, würden die meisten jetzt sagen, aber so ist dem nicht. Meghan ist die Tochter des Feenkönigs Oberon und ihr kleiner Bruder wurde ins Feenreich entführt. Zusammen mit ihrem besten Freund Robbie Goodfellow, der sich später als Puck aus dem Sommernachtstraum entpuppt, gelangt sie in das Nimmernie, das Land der Feen. Dort macht sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder, welchen sie bei der Herrscherin des Winterreichs, der Königin Mab vermutet. Gemeinsam mit Puck und einem sarkastisch veranlagten Kater namens Grimalkin macht sie sich auf den Weg. Doch auf ihrer Reise muss sie feststellen, dass ihre Vermutung falsch war. Es gibt einen dritten Herrscher im Nimmernie, Machina. Er herrscht in einem Land aus Eisen, entsprungen aus den Träumen von Fortschritt der Menschheit. Auf dem Weg dorthin muss sie wohl oder übel mit Ash gehen, dem Sohn der Herrscherin des Winterreiches. Es kommt wie es kommen muss und sie verliebt sich in ihn. Gemeinsam dringen sie in Machinas Festung ein, um ihren Bruder zu befreien.

Wie es ausgeht, müsst ihr wohl oder übel selbst herausfinden. Das Buch ist gut geschrieben und man kann sie wunderbar in die Geschichte hereindenkenn, obwohl die Handlungen der Hauptperson des öfteren eher widersprüchlich sind. Stichwort: Warum sind Ash und sie gleich Friedefreudeeierkuchenhappyend, nachdem sie sich nur dreimal angesehen haben und er doch angeblich so kühl ist? Und warum ist die Gute an manchen Stellen plötzlich Oberegoistisch, nur um danach wieder normal zu werden, als wäre nichts gewesen?

Das Buch von Julie Kagawa ist in Amerika unter dem Titel „The Iron King“ erschienen und es folgen noch zwei weitere Bände. Wir sind gespannt wie es weitergeht!

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Maxi Unger

 

 

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